Philosophische Fakultät
Universität zu Köln


Diskussionsveranstaltung

Präventive Kriege
Militärisch intervenieren – Rechtsschutz oder Gefahr für den Weltfrieden?


Mehr Militär für die Sicherheit – oder weniger?

Die Sicherheitslage in der Welt hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert. Aber was ist die Konsequenz aus dieser Erkenntnis, gerade für Europa? Lässt sich die Freiheit nur durch eine Aufstockung der Militärausgaben, durch weitere Interventionen in Krisengebiete und mehr Streitkräfte an den Außengrenzen der Europäischen Union sichern? Oder belegen die militärischen Interventionen der vergangenen Jahrzehnte, dass diese Strategie von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, Militärinterventionen die Sicherheit in der Welt sogar gefährden und Europa daher einen anderen Weg gehen muss?
Über diese aktuellen Fragen diskutieren im Rahmen des Ethik Forums Köln am 21. Juni an der Universität zu Köln Hans-Lothar Domröse, Viersterne-General a.D. und ehemaliger Befehlshaber des NATO Allied Joint Force Command Brunssum, und Prof. Dr. Olaf Müller, deutscher Philosoph und Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Wilfried Hinsch vom Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Universität zu Köln, der sich in seinem aktuellen Buch „Die Moral des Krieges“ aus moralphilosophischer Sicht ebenfalls intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt hat.
Die Positionen der Gesprächsteilnehmer könnten dabei nicht gegenteiliger sein: So vertritt Hans-Lothar Domröse den Standpunkt, dass die Freiheit in Europa nur mit einer neuen Sicherheitsstrategie verteidigt werden kann, die insbesondere auf militärischer Abschreckung basiert und die auch militärische Interventionen im Ausland nicht ausschließt – unsere Freiheit also nur mit einem Mehr an (militärischer) Sicherheit garantiert werden kann. Professor Olaf Müller hält Militärinterventionen aus der historischen Erfahrung heraus hingegen für den falschen Weg, sieht in ihnen gerade eine Gefährdung für Freiheit und Sicherheit und plädiert daher für eine neue Verantwortung Europas in der Welt, die sich vor allem durch Gewaltlosigkeit auszeichnet. Er hält ein „Plädoyer gegen die nächsten Kriege“.

Die kostenlose öffentliche Veranstaltung findet statt
am Mittwoch, den 21. Juni 2017
um 19.30 Uhr
im Hörsaal II (Hauptgebäude der Universität zu Köln),

Albertus-Magnusplatz, 50923 Köln
(zu erreichen mit der KVB Linie 9, Buslinien 130,136,146, Haltestelle „Universität“).

Das Ethik Forum Köln ist eine Einrichtung der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. Es wird von Lehrstuhl für Praktische Philosophie betreut und sucht den konstruktiven Dialog mit möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen. Die Veranstaltung wird durch die Demokratiestiftung der Universität zu Köln unterstützt. Sie richtet sich an interessierte Laien und kann kostenlos besucht werden.

Ansprechpartner bei redaktionellen Rückfragen sowie Interview-Anfragen:
Peter Sprong
E-Mail: pasprong@aol.com
Tel.: 0171-8328260.

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